Montag, 22. September 2008

Treatment - Das erste Date

Sie, 23 Jahre, Studentin aus Köln, chaotisch aber süß, braune Haare, für ein Mädchen recht groß und Single.
Er, 25 Jahre, Student aus Köln, attraktiv aber unorganisiert, lockiges Haar, liebe Augen und Single.

Eine SMS geht auf dem Handy ein: „Bleibt es bei unserem Date heute Abend, 20 Uhr im Campus?“
Sie liest diese SMS und lächelt wie jemand der gerade ein nettes Kompliment bekommen hat.
Erneut ist ein anderes Handy zu sehen, auf dem gerade eine SMS eingegangen ist: „Bis heute Abend, ich freu mich ☺“.
Die folgenden Handlungen, bei denen die beiden Protagonisten bei ihren durchaus unterschiedlichen Vorbereitungen auf ihr erstes Date gezeigt werden, laufen parallel in deren Wohnungen ab und werden in kurzen knappen Einstellungen gegeneinander geschnitten.

Close-up auf eine Wanduhr. Es ist 18:20 Uhr.

Sie befindet sich in ihrem Badezimmer, steigt aus der Dusche in ein Handtuch gewickelt und mit einem Handtuch-Turban auf dem Kopf.
Noch wirkt sie recht entspannt, es sind ja noch über 1 ½ Stunden bis zu ihrem Date. Fröhlich greift sie zu ihrer Schminke, womit sie bestens ausgestattet ist und beginnt sich die Wimpern zu tuschen und ihr Gesicht mit sämtlichen Tübchen zu traktieren.

Ein leeres Badezimmer, offensichtlich von einem Mann. Es ist ein bisschen unaufgeräumt aber nicht dreckig. Man sieht Rasiergel und weiteren „Männer-Zubehör“ allerdings keinen Mann. Raumwechsel. Totale auf die die Couch, wo er offensichtlich vor dem Fernseher sitzt und fieberhaft ein Fußballspiel verfolgt.

Close-up auf eine Wanduhr. Es ist 19:05 Uhr.

Man sieht einen geöffneten Kleiderschrank. Sie steht, mittlerweile perfekt geschminkt aber immer noch in ihrem Handtuch-Kleid vor dem offenen Kleiderschrank und schaut als müsste sie gerade eine komplizierte Matheaufgabe lösen. Sie tippt sich mit dem Finger auf den Mund und wirkt relativ überfordert. Drei verschiedene komplette Outfits werden anprobiert, einmal wild-romantisch, einmal sexy-verrucht und einmal lässig-sportlich. Der Kleiderhaufen neben ihrem Kleiderschrank wird immer größer und größer

Eine Kühlschranktür wird geöffnete aus der er gerade eine Flasche Bier nimmt. Die Kühlschranktür fällt wieder zu und er setzt sich erneut auf seine Couch vor den Fernseher.

Close-up auf eine Wanduhr. Es ist 19:25 Uhr.

Sie steht mit Lockenwicklern in den Haaren vor ihrem Badezimmerspiegel und schreit hysterisch auf weil sie auch langsam nervös wird und ihr einfällt, dass ihr Locken gar nicht stehen. Dann versucht sie hektisch ihre Haare mit einem Glätteisen zu bearbeiten.

Mittlerweile steht auch der Mann vor dem Spiegel und fühlt mit der Hand über seinen Drei-Tage-Bart. Er macht eine Handbewegung die ausdrückt, dass es noch längst nicht notwendig ist sich zu rasieren. Anschließend steht auch er vor dem geöffneten Kleiderschrank, riecht an seiner Achsel, zieht ein neues T-Shirt aus dem Schrank und streift es über.
Fertig gestylt mit Jacke und Schal steht er dann vor seinem Spiegel im Flur, findet sich offensichtlich unwiderstehlich. Er zeigt „Daumen hoch“ und verlässt die Wohnung.

Sie steht ebenfalls mit Jacke vor ihrem Flurspiegel, wirkt sehr erleichtert dass sie es tatsächlich geschafft hat, sich ohne Unfall zu schminken, ein passendes Outfit zu wählen und ihre Haare zu glätten. Sie seufzt erleichtert, zwinkert sich entzückt von ihrem Spiegelbild zu und verlässt ebenfalls die Wohnung.

Close-up auf eine Wanduhr. Es ist 19:51 Uhr.

Beide Wohnungstüren fallen hinter den Protagonisten ins Schloss.

Im Restaurant Campus. Die Tür öffnet sich und sie betritt den Raum unmittelbar gefolgt von ihm. Sie wirft ihm einen neckischen Blick über ihre Schulter hinweg zu, als Dank dafür dass er ihr – ganz der Gentleman – die Tür aufgehalten hat.
Close-up auf einen Stuhl auf dem sie galant Platz nimmt. Nächster Close-up auf einen weiteren Stuhl und auch er setzt sich hin.
Erstaunlicherweise sitzen sie mit dem Rücken zueinander. Das jeweils andere Tischende ist nicht sichtbar.
Das jeweils andere Tischende ist nun sichtbar. Gegenüber von ihm nimmt eine Blondine Platz, sie begrüßen sich mit Küsschen über den Tisch hinweg, parallel setzt sich gegenüber von ihr ein fremder Mann auf den Stuhl und begrüßt sie ebenfalls freundlich.

- Ende -

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