
Im Editor wurden die benötigten Einstellungen erneut gesichtet und nach Eignung überprüft. Bei diesen Überlegungen half uns die genaue Protokollierung der Dreharbeiten. Folglich wussten wir genau, wie viele Einstellungen uns im jeweiligen Bild zu Verfügung stehen. So wurde Stück für Stück jede Einstellung mit einem kleinen Puffer und vorerst ohne genaue Ordnung auf die Filmspur gezogen.

Nun war es Aufgabe der beiden Cutter, die Reihenfolge der Einstellungen innerhalb eines Bildes festzulegen. Hierbei musste sowohl die inhaltliche Ebene aber auch das kleine Zeitfenster und die hohe Anzahl der Schnitte beachtet werden. Besonders das Schnitte-Zeit- Verhältnis entwickelte eine hohe Dynamik der Bilder. Somit musste auch der Rhythmus der Schnitte bedacht werden.
Auch die Gefahr von Anschlussfehlern bestand, jedoch zahlte sich in diesem Bezug die Zusammenarbeit mit einem professionellen Schauspieler aus, da dieser auch bei mehreren Takes stets die Abfolge beachtete. Bei jeglichen Schnittarbeiten ließen wir zunächst den Ton außer Acht. Dieser wird in einer weitern Schnitteinheit mit Soundtrack Pro bearbeiten.
Die zusammengesetzten Einstellungen von 4 Bildern sahen wie folgt aus:

Die folgen Probleme entstanden im Laufe unserer ersten Schnitteinheit:
Problem Nr. 1:
Farb- und Helligkeitsunterschied durch Nutzung verschiedener Kameras bei den Innenszenen.
Fehlerbehebung:
Über die Effekte Farbbalance und Gamma wurden die Unterschiede beglichen so dass die unterschiedlichen Helligkeiten nun nicht mehr sichtbar sind und das Material beider Kameras verwendet werden kann.
Filter:

voher - nachher

Problem Nr. 2:
Ton/Bild Versetzung: Ton vor Bild (1sec 11ms)
Fehlerbehebung:
Die Videospur wurde gesperrt und die Tonspur manuell verschoben. Durch Probehören wurde feststellen, ob der Ton zum Bild passt.
Bild- und Tonspur:
1 Kommentar:
Die Dokumentation der Postproduktion ist sehr gelungen - über die Phase davor haben wir uns ja bereits direkt unterhalten.
24.11. H. R.
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